2009 sind in Deutschland erstmals mehr Ingenieure in Rente gegangen als von den Hochschulen nachkamen. Zwar scheinen die Branchenverbände diesen Fachkräftemangel wegen der zurückliegenden Wirtschaftskrise noch nicht ganz so dramatisch zu sehen, doch mit dem Ende der Krise dürfte auch der Mangel an High Potentials wieder aufleben, prognostiziert Ralf Gust, Managing Director bei dem Engineering-Unternehmen Yacht Teccon, im Interview mit InnoVisions. Zum einen für die langfristige Qualifizierung von Mitarbeitern und zum anderen für die sich verändernden Arbeitswelten sind aus seiner Sicht neue Formen der Arbeitsorganisation nötig.

Der Mangel an Fachkräften, gerade im F+E-Bereich war in den zurückliegenden Monaten der Wirtschaftskrise eher ein untergeordnetes Thema. Zu Recht, Herr Gust?

Sicherlich nicht, denn der zunehmende Mangel an High Potentials trifft unser Land damit umso härter, wenn es gilt, aus der Krise herauszukommen. Leider wird die Verantwortung für das Problem seit Jahren hin- und hergeschoben. Dabei ist eine gute Zusammenarbeit von Schulen, Verbänden, Hochschulen und Unternehmen wichtig, um das Problem gemeinsam zu lösen. 

Sie sehen also nicht nur den Staat beziehungsweise das Bildungssystem in der Pflicht, sondern auch die Wirtschaft? 

Unbedingt! Auch was Qualifizierung und Weiterbildung als Investition in die eigenen Mitarbeiter anbelangt, stehen sie in der Pflicht. Denn die Technik schreitet heute bekanntlich rasant fort. Gerade wir als Engineering-Firma erkennen, wie wichtig die Komponente der Mitarbeiterentwicklung ist, auch im Sinne der langfristigen Mitarbeiterbindung, um dauerhaft den Erfolg der Projekte sicherzustellen. So verfügen wir beispielsweise über eine eigene interne Academy. 

Was sagen Sie denn dazu, dass viele Unternehmer von einem Trend zu immer projektgetriebeneren Arbeitswelten sprechen?

Die Nachfrage nach der Umsetzung von Aufgaben im Projektgeschäft steigt. Kunden können so Risiken verteilen und minimieren. Zudem entsteht die Möglichkeit, gemäß den Aufgabenanforderungen optimale Projektteams zusammenzustellen und mit fehlenden Fachspezialisten zu ergänzen. Um diesem Bedarf zu begegnen, legt YACHT TECCON einen sehr starken Fokus auf das Projektmanagement. Für die Mitarbeiter bedeutet Projektarbeit vor allem vielfältige und neue Erfahrungen sowie eine kontinuierliche Weiterqualifizierung.

… was dann oft aber auch „Zeitverträge“ und weniger Arbeitsplatzsicherheit bedeutet?

Unsere Mitarbeiter bekommen unbefristete Arbeitsverträge, können aber bei Kunden trotzdem projektbezogen eingesetzt werden. Wenn unsere Experten für Firmen oder Forschungseinrichtungen im Einsatz sind, können wir so Lücken in der Auslastung viel besser abfedern. Flexibilität wird in unserer Arbeitswelt zunehmend gefordert und gehört heutzutage zur Arbeitsorganisation. Als Engineering Dienstleister nehmen wir für flexible Arbeitsformen im hochqualifizierten Bereich eine Vorreiterrolle ein. 

Ralf Gust ist Managing Director der YACHT TECCON Engineering GmbH & Co. KG. Das Unternehmen steht für die Entwicklung und Realisierung von High-End-Solutions in den Bereichen Aerospace, Engineering und IT-Services. Bundesweit arbeiten mehr als 3.000 Mitarbeiter für YACHT TECCON. Sie unterstützen Firmenn bei der Projektumsetzung entweder durch Experten vor Ort oder durch die Übernahme von Werkverträgen in eigenen technischen Büros. Ralf Gust startete seinen Werdegang in der Qualitätssicherung, um dann als Konstrukteur, Gruppenleiter Konstruktion und technischer Leiter seine Kenntnisse zu vertiefen. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Projektgeschäft.

Ralf Gust ist Managing Director der YACHT TECCON Engineering GmbH & Co. KG. Das Unternehmen steht für die Entwicklung und Realisierung von High-End-Solutions in den Bereichen Aerospace, Engineering und IT-Services. Bundesweit arbeiten mehr als 3.000 Mitarbeiter für YACHT TECCON. Sie unterstützen Firmenn bei der Projektumsetzung entweder durch Experten vor Ort oder durch die Übernahme von Werkverträgen in eigenen technischen Büros. Ralf Gust startete seinen Werdegang in der Qualitätssicherung, um dann als Konstrukteur, Gruppenleiter Konstruktion und Technischer Leiter seine Kenntnisse zu vertiefen. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Projektgeschäft.

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