Ein umgebauter BMW 320i Touring mit Straßenzulassung dient dem Fraunhofer ESK als Testfahrzeug. Neben seiner Hauptaufgabe als Prüf- und Versuchsplattform für kooperative Fahrfunktionen und Car-to-X Kommunikationssysteme, wird »VICTOR« als Träger für Prototypen in gemeinsamen Projekten mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingesetzt.

Das Versuchsfahrzeug des Fraunhofer-Instituts für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK heißt »VICTOR«, wiegt 1500 Kilogramm und kommt in erster Linie bei der Forschung und Entwicklung rund um das vernetzte Fahren zum Einsatz. Vor allem Prototypen und Anwendungen in Bezug auf Fahrzeug-Umwelt-Vernetzung sowie kooperative Fahrerassistenzsysteme und Umgebungsmodelle lassen sich mit dem Fahrzeug auf ihre Praxistauglichkeit prüfen.

Laserscanner und Radarsysteme liefern ein zweidimensionales Abbild der Fahrzeugumgebung. Bild: Fraunhofer ESK

In der Mitte der Fahrzeugfront auf Höhe des Nummernschilds sitzt ein Laserscanner, der hochgenaue Abstandsmessungen erlaubt. Damit sind automatische Fahrfunktionen möglich, aber auch das Generieren eines zweidimensionalen Abbilds der Fahrzeugumgebung. Darüber hinaus sind seitlich und nicht sichtbar zusätzliche Radarsysteme mit mittlerer Reichweite zur Erfassung des Umfelds verbaut, in der Mitte ein weiteres mit hoher Reichweite, ebenfalls zur Umfelderkennung.

Im Heck des Fahrzeugs finden sich Computer und das Abgriffs-Panel des Versuchsträgers. Bild: Fraunhofer ESK

Im Kofferraum des Autos wertet ein Computer die vom Laser, den Radaren, einer Inertial Measurement Unit zur zentimetergenauen Positionierung und weiteren Sensoren, generierten Daten aus. Diese können über Bluetooth an mobile Endgeräte übertragen, oder aber über die Bussysteme am großen Abgriffs-Panel abgefragt werden.

Das kleine Abgriffs-Panel und ein Display befinden sich vor dem Beifahrersitz. Bild: Fraunhofer ESK

Die im Heck vom Computer verarbeiteten Daten können über ein Display vor dem Beifahrersitz visualisiert werden. Zusätzlich können auch Informationen aus den Fahrerassistenzsystemen dargestellt werden. Im Handschuhfach befindet sich ein kleines Abgriffs-Panel, das mit dem großen im Kofferraum verbunden ist.

Zwei GPS-Antennen auf dem Dach ermöglichen eine genaue Positionsbestimmung. Bild: Fraunhofer ESK

Vier zusätzliche Antennen stehen »VICTOR« zur Verfügung, um mit anderen Verkehrsteilnehmern und Backend-Diensten zu kommunizieren. So wird die zuverlässige Car-to-X-Kommunikation über mehrere Schnittstellen für LTE-Mobilfunk und den WLAN-Standard ITS-G5 gewährleistet. In Zukunft soll das Fahrzeug um weitere Technologien wie beispielsweise ITS-G63 und LTE V2X/5G ergänzt werden. (adz)

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