Der Messestand der Fraunhofer-Gesellschaft ist dieses Jahr ein Satellit, der digitale Welten erkundet. Von Gesundheits-IT über Industrie 4.0 bis hin zu E-Government werden wichtige Themen für die digitale Vernetzung abgedeckt. Dabei ist Sicherheit ein zentraler Aspekt. Egal, ob in der Produktion oder beim Gebrauch des Smartphones. Das Smartphone kann man dieses Jahr allerdings auch zur Besuchsplanung benutzen, denn zum Messeauftritt der Fraunhofer-Gesellschaft gibt es eine App.

»Besucher können auf unserem Messestand vielfältige Lösungen für das vernetzte Leben erkunden«, verspricht Raimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Auf der CeBIT sind die Forschungsinstitute wieder mit den wichtigsten Neuerungen aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien vertreten. Vor allem IT-Sicherheit wird dabei groß geschrieben. So stellt das Fraunhofer SIT eine Software vor, die Fabrikationsdaten schützt. »Während Produktionsdaten meist akribisch geschützt werden, ist dies bei Fabrikationsdaten nicht der Fall«, erklärt Thomas Dexheimer vom Fraunhofer SIT. »Obwohl diese mittlerweile ebenso viele sensible Informationen enthalten.« Um diese sensiblen Daten zu schützen, haben die Wissenschaftler eine Sicherheitsarchitektur entwickelt, die diese direkt beim Erstellen verschlüsselt. Auf dem Messestand des Instituts wurde eine computergestützte Werkzeugmaschine nachgebaut, bestehend aus einem CAD-Rechner und einem 3D-Drucker. Besucher können sich so ansehen, wie alles praktisch funktioniert. »Auf dem Computer werden die Daten verschlüsselt und vom Drucker wieder entschlüsselt«, erläutert Dexheimer. Sicherheit an einer anderen Stelle im Unternehmen garantiert der »Appicator«, ebenfalls vom Fraunhofer SIT. Er »ergänzt bestehende Sicherheitssysteme aus dem Mobile Device Management, das mobile Firmengeräte wie Smartphones und Tablets organisiert«, erläutert Jens Heider. »Mit seiner Hilfe kann der IT-Leiter eines Unternehmens sehen, auf welche Daten Apps zugreifen und erhält Informationen über Schwachstellen.« Und den App-Tester für jedermann gibt es mit »App-Ray« vom Fraunhofer AISEC. Dieses Analysesystem testet Apps auf Herz und Nieren. »Die Technologie gibt uns ein sicherheitstechnisches Gesamtbild jeder App«, erklärt Julian Schütte. »Wir analysieren Datenströme, untersuchen Dateien und Quelltexte.« Da mit App-Ray bereits 10.000 Apps getestet wurden, können sich Messebesucher am Stand darüber informieren, welche davon sicher sind.

Und auch das Dauerbrennerthema Big Data ist wieder mit von der Partie. Die CeBIT selbst hat es in dem schönen Kunstwort ›Datability‹ verpackt und zum diesjährigen Motto der Messe erhoben. „Datability, diese kryptisch wirkende Wortschöpfung als Motto der diesjährigen CeBIT, bildet eine Projektionsfläche für all jene, die sich bereits mit dem Thema Big Data auseinandergesetzt haben«, sagte dazu Peter Liggesmeyer, Leiter des Fraunhofer IESE, der Süddeutschen Zeitung. »Und sobald man den ersten Interpretationsschritt von ›Data‹ zu ›Big Data‹ gemacht hat, ist der nächste Schritt zur ›Ability‹ – also der Fähigkeit zum Umgang mit Big Data – nicht mehr weit.« Passend dazu wurde im Umfeld der CeBIT auch die Fraunhofer-Allianz Big Data lanciert, die sich ebenfalls auf dem Messestand vorstellt. 24 Fraunhofer-Institute sind dabei, viele davon aus dem Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie. »Wenn Unternehmen die Chancen durch Big Data optimal nutzen möchten, müssen sie das nötige IT-Know-how mit Kenntnissen aus dem jeweiligen Anwendungsfeld, also der Branche, kombinieren«, erklärt Stefan Wrobel, Leiter der Fraunhofer-Allianz Big Data. Die Kompetenzen zu Big Data bei Fraunhofer sollen in der Allianz institutsübergreifend gebündelt und Unternehmen in einem ganzheitlichen Ansatz zur Verfügung gestellt werden.

Weitere interessante Projekte auf dem Fraunhofer-Stand sind etwa Fraunhofer CeBIT-Blog. (kda)

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