Der Fraunhofer-Stand auf der letztjährigen CeBIT bot eine Bandbreite an verschiedenen Projekten und Technologien. Besonders spannend für den Besucher ist jedoch der praktische Einsatz. Vom Fußballspielen über einen zeichnenden Roboter bis hin zu praktischer IT-Sicherheit im Alltag ließ sich Vieles ausprobieren. Besonderer Beliebtheit erfreute sich ein künstlerisch begabter Roboter und das Hüpf-Lernspiel »Hopscotch«, das sogar das Blut einiger Prominenter in Wallung versetzte.

Technologie und Software auf einer Besuchermesse zu präsentieren ist immer eine Herausforderung. Reine Stehlen mit Bildschirmen werden schnell langweilig und irgendwann einfach übersehen. Der Fraunhofer-Stand der CeBIT 2012 bot so einiges zum Anfassen und Ausprobieren und vor allem prominenten Besuch. Angela Merkel ließ sich bei ihrem Rundgang zum Beispiel die Software »BizzTrust« des Fraunhofer SIT erklären. Eine Software, die das sichere Benutzen eines Smartphones sowohl für private als auch dienstliche Zwecke möglich macht. Das Grundprinzip: Das Telefon wird quasi zweigeteilt in getrennte Bereiche für die privaten und dienstlichen Daten. »Aha, it is a double mobile phone«, lautete der treffende Kommentar der Bundeskanzlerin. BizzTrust ist eine sehr pragmatische Lösung für den allgegenwärtigen Trend des BYOD (Bring your own device).

Gleich mehrere hochkarätige Besucher hüpften fröhlich am Stand des Fraunhofer IDMT herum, so etwa die Bildungsministerin Annette Schavan und der Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Das dort vorgestellte Hopscotch-System besteht aus einem Bildschirm, auf dem eine Lernsoftware läuft, und einer dazugehörigen Sensormatte, die in verschiedene Felder unterteilt ist. Der Sinn des Projektes ist es, Wege zu finden, Lernen und Bewegung zu verknüpfen und Kindern das Lernen zu erleichtern (in diesem Fall von Englisch-Vokabeln). Anstatt die Übersetzungen der Vokabeln aufzuschreiben, hüpfen die Kinder, oder natürlich auch Erwachsenen, auf die Felder mit den jeweiligen Buchstaben, bis das Wort »eingesprungen« ist. Bei erfolgreicher Beendigung konnte man sich von einem animierten Känguru bejubeln lassen.

Viel Bewegung gab es auch am Stand des Fraunhofer IIS, an dem quasi rund um die Uhr Fußball gespielt wurde. Vorgestellt wurde die Technologie »RedFIR«, die in einem tatsächlichen Fußball verbaut war. Der integrierte Sensor zeichnete von der zurückgelegten Wegstrecke bis zur Anzahl von Ballkontakten alles auf, was das Analystenherz begehrt und dann zur Auswertung eines Spiels oder Trainings genutzt werden konnte.

Auch die Kunst kam nicht zu kurz. Einer der Publikumsmagneten des Gemeinschaftsstandes war der zeichnende Roboter des Fraunhofer IOSB. Dieser nutzte eine Technologie, die normalerweise zum Erkennen von Reflexionseigenschaften von Materialien genutzt wird, um Portraits von Besuchern zu zeichnen. Die Roboterinstallation wurde von der Künstlergruppe »robotlab« im ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe entwickelt. Der Roboter war mit einer Kamera mit Bildsensor ausgestattet, die das Licht maß, das von der zu portraitierenden Person reflektiert wurde.  Daraus wurden Helligkeitsunterschiede erkannt und es konnte ein Portrait erstellt werden. 

Musikalische Prominenz besuchte den Stand des Fraunhofer »3D-Innovations-Centers«. Die Scorpions verteilten Autogramme und gaben Auskunft zum Einsatz von 3D-Technologien in der Musik, etwa bei ihren eigenen Konzerten. (kda)

Was Sie auf der diesjährigen CeBit erwartet, lesen Sie hier. (kda)

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