Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft ist der Bote des Wissenschaftsjahres. Seit Anfang Mai ist sie wieder unterwegs, diesmal mit einer Ausstellung zur digitalen Gesellschaft, dem Thema des Wissenschaftsjahres 2014. Genau diese können die Besucher anhand von 36 Exponaten auf dem Schiff erfahren. Die Exponate repräsentieren die aktuelle Forschung zu digitalen Technologien und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Sie werden von den führenden Forschungsinstitutionen Deutschlands gestellt.

Jedes Jahr sticht sie in See: die MS Wissenschaft, das Ausstellungsschiff der Initiative Wissenschaft im Dialog. Am 6. Mai ist sie in Berlin gestartet. Auf 600 m2 Ausstellungsfläche werden hier Exponate zum aktuellen Motto des Wissenschaftsjahres präsentiert: der digitalen Gesellschaft. „Die MS Wissenschaft ist ein 103 Meter langes Binnenfrachtschiff und ist in diesem Jahr in 38 Städten in Deutschland und Österreich unterwegs“, erklärt Beate Langholf, Projektleiterin MS Wissenschaft. Die Exponate werden von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie weiteren Partnern zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung, wie das Wissenschaftsjahr generell, dient dazu, eine Brücke zwischen angewandter Forschung und den Bürgern zu schlagen. Und gerade bei einem Thema wie der digitalen Gesellschaft ist das wichtig. Denn wir sind inzwischen überall von digitalen Technologien umgeben. Ob es sich um den Laptop im Büro, das Tablet zu Hause, das Smartphone in der Hosentasche oder den Bordcomputer im Auto handelt. Vieles, was wir tun, ist Nullen-und-Einsen-basiert. Produktionsstrecken in der Industrie werden digitaler genauso wie die OPs in unseren Krankenhäusern. All diese Technik wurde irgendwann einmal von jemandem entwickelt. Deswegen liegt Forschung zu digitalen Technologien auch stark im Fokus der Politik. „Diese Bundesregierung sich hat mit der Digitalen Agenda so stark mit diesem Thema beschäftigt wie noch keine Bundesregierung zuvor“, bekräftigt auch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Und das bedeutet in sehr starkem Maße Forschungskompetenz, Forschungsergebnisse, Stärkung der Forschung in dem Bereich.“

 

Aus dem Hause Fraunhofer fährt auf der MS Wissenschaft zum Beispiel ein Web-Tracking-Exponat mit. Es behandelt eines der brisantesten Themen unserer Zeit: Privatsphäre im Netz. Das Exponat gibt Aufschluss über Web-Tracker, also Programme, die im Auftrag von Unternehmen unsere Bewegungen im Netz verfolgen. Zusammen mit Microsoft hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT einen Demonstrator entwickelt, in den Nutzer die Adressen ihrer Lieblingswebseiten eingeben und sehen können, ob und wie viele dieser Tracker dort aktiv sind. Außerdem sind noch ein Service-Roboter und ein schlauer Labortisch des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA mit an Bord. Letzterer erleichtert die Dokumentation im Labor.

Von Berlin aus ging es für die MS Wissenschaft ins benachbarte Potsdam und dann weiter nach Magdeburg, Dessau und Haldensleben. In jeder Stadt können Besucher Antworten auf diverse Fragestellungen suchen: Wie lassen sich schwarze Löcher mit dem Smartphone aufspüren? Wie unterstützt digitale Technik Ärzte beim Operieren? Und wie lässt sich mit einer App die Route verfolgen, die ein Storch bei seinem Flug in den Süden wählt? Das Ausstellungsschiff ist noch bis September auf den Wasserstraßen in Deutschland und Österreich unterwegs. (kda)

Keine Kommentare vorhanden

Das Kommentarfeld darf nicht leer sein
Bitte einen Namen angeben
Bitte valide E-Mail-Adresse angeben
Sicherheits-Check:
Zwei + = 8
Bitte Zahl eintragen!
image description
Experte
Alle anzeigen
Thomas Bendig
  • Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie
Weitere Artikel
Alle anzeigen
Bessere Noten durch eine adaptive Lernplattform
Weltraumabenteuer für Soldaten
Science&People - Ist Wahrheit Verhandlungssache?
Veranstaltungen
Alle anzeigen
Stellenangebote
Alle anzeigen