Vom 31. August bis zum 5. September ist es wieder soweit: die 52. IFA öffnet ihre Pforten. Die Technik-Messe zeigt auch dieses Jahr das Neueste aus den Bereichen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Der Fokus wird wieder auf 3D-Technologie, der Vernetzung von Geräten und Smart TV liegen. Denn es gibt hier viel Neues zu entdecken. Mit dabei natürlich auch die Fraunhofer-Institute. Denn neue Entwicklungen kommen ja bekanntlich aus der Forschung. 

Drei Fraunhofer-Institute sind es dieses Jahr, die ihre Projekte auf der IFA vorstellen – die Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS und Offene Kommunikationssysteme FOKUS und das Heinrich-Hertz-Institut HHI. Allesamt gehören sie zum Fraunhofer-Verbund Informations- und Kommunikationstechnologien. Was nicht verwundert, denn Innovationen in der Unterhaltungstechnik sind heutzutage vor allem Innovationen der IT. 

Das Thema 3D wird auch 2012 wieder groß geschrieben. Eine Technologie, die nach wie vor stark in der Entwicklung ist und ständig mit Neuerungen aufwartet. Das Fraunhofer HHI ist dabei federführend. Am 4. September wird in einer Weltpremiere das mobile T.i.M.E. Lab auf der IFA vorgestellt. Erstmals kann die 180°-3D-Panoramaprojektion auch örtlich unabhängig eingesetzt werden. Der vorgeführte Inhalt – das Ambient Pop Projekt LICHTMOND 2 – wurde speziell für diese Gelegenheit produziert. Darüber hinaus kommt ein mit der Omnicam des Fraunhofer HHI gefilmtes Jugendtanzprojekt von Sascha Waltz und den Berliner Philharmonikern zur Aufführung. Kurz vor der IFA, am 28. August, wurde zudem das 3D-Innovationszentrum eröffnet. In den Räumlichkeiten am Einsteinufer werden das Fraunhofer HHI und seine Partner, unter anderem Sony, Phillips, SKY, die Telekom und weitere Fraunhofer-Institute von nun an aktuelle 3D-Entwicklungen vorstellen. Außerdem hat das Innovationszentrum, dass vor allem der Kooperation verschiedener Technologiehersteller, TV-Anbieter und Forschungseinrichtungen dienen soll, damit auch eine physische Repräsentanz.

Das Fraunhofer HHI stellt darüber hinaus ein 3D-Display mit kombinierten Ansichten vor. Sie erlaubt es, ein 3D-Objekt je nach Standpunkt in unterschiedlichen Varianten zu betrachten. Sieht der Betrachter etwa ein Auto, so kann die Hülle ausgeblendet werden und der Betrachter sieht den dahinter zum Vorschein kommenden Innenraum. Eine weitere 3D-Innovation ist die Konvertierung von Stereo-Bildern zu Multiview in Echtzeit. Das bedeutet, dass 3D-Inhalte, die bis dahin nur mit Brille gesehen werden konnten, während des Anschauens in ein brillenloses Format umgewandelt werden. So können demnächst auch ältere stereoskopische Inhalte bequem als autostereoskopische Inhalte konsumiert werden.

Nach Aussagen des IT-Branchenverbandes BITKOM wird der Verkauf von Flachbildfernsehern in diesem Jahr in Deutschland erstmals die 10-Millionen-Marke erreichen. Die heutzutage verkauften Fernseher sind alle schon mit Internettechnologie ausgestattet. Dafür Anwendungen zu entwickeln, ist nach wie vor eine Aufgabe für Anbieter und Forschung. Das Fraunhofer FOKUS stellt auf der IFA »Zap and Shake« vor – eine gestengesteuerte Applikation für Tablet-PCs oder Smartphones, die eine einfache Navigation durch das TV-Programm erlaubt. Schütteln, antippen, drehen – alles ist erlaubt und funktioniert. Der TV-Predictor des FOKUS zaubert zusätzlich personalisierte Programmempfehlungen auf das smarte TV-Gerät. Ein Projekt, mit dem das Institut schon im letzten Jahr vertreten war, ist die non-linear Video-Technologie. Einfach ausgedrückt, handelt es sich dabei um anklickbare Videos. Hinter den verschiedenen Punkten verbergen sich wiederum andere Inhalte. NLV-as-a-Service stellt nun das Ganze per Cloud auf mobilen Endgeräten dar.

Das Fraunhofer IIS widmet sich ganz dem Thema Audio. Hier können sich die Besucher am Stand über das Digitalradioformat DAB+ informieren. Außerdem werden Technologien zur verbesserten Sprachverständlichkeit im Fernsehen und Radio und bei der Internettelefonie vorgestellt.

Diese und weitere spannende Projekte aus der Forschung lassen sich wie jedes Jahr in der TecWatch-Halle bewundern. »Wer wissen möchte, wie die Zukunft der Consumer Electronics und Home Appliances aussieht, findet im IFA TecWatch viele spannende Antworten und zukünftige Geschäftsideen«, fasst Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu - Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, den Charakter dieses Messe-Highlights zusammen. Die Halle mit der Nummer 11.1 ist traditionell die Forschungshalle der Technologiemesse und gibt Einblicke in die Neuerungen von morgen. (kda)

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