Tech-Gründer und Fraunhofer-Forscher sind Anfang August beim »Startup Breakfast\Digital Media« zusammengekommen. Ziel war es, Ideen und Technologien abzugleichen, gemeinsame Interessen zu entdecken und R&D-Projekte zur Technologieentwicklung anzustoßen. Insgesamt öffneten sechs IUK-Institute die Schatzkisten und stellten vor 25 innovativen Gründern ihr Portfolio an Audio-, Video- und Web-Technologien vor. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie im Rahmen des »Tech Open Air Berlin«.

Simple Ideen sind meist die Voraussetzung für Startup-Gründungen. Der Online-Shop für individuelle Teemischungen, Online-Communities für Menschen, die Ideen für Geschenke suchen, die neue »cutting-edge social platform smartphone app«, die Crowd-Investing-Plattform für jedermann… Seltener anzutreffen sind Startups, die über innovative Technologien verfügen und sich so von ihren Mitbewerbern abheben. Gerade das ist jedoch für Investoren ein wichtiges Kriterium, ob und wie viel Kapital sie in ein Startup stecken: Technologien lassen sich im Gegensatz zu Business-Ideen weniger leicht nachahmen.

Gute Voraussetzungen also für Fraunhofer-Forscher: Das Technologieportfolio der Institute ist groß – so groß, dass für viele Ideen, Ansätze und Softwaremodule nicht genug Zeit und finanzielle Mittel bereitstehen, um sie mit hoher Intensität weiterzuentwickeln. Dynamische Startups aber haben oft das Aktionspotenzial, Technologien in kurzer Zeit zum Proof-of-Concept und zur Marktreife zu entwickeln. Beim Startup-Breakfast in Berlin hatten vor allem Projekte gute Chancen, die noch in der Schublade liegen, weil sich noch kein Verwertungspartner gefunden hat. Die Fraunhofer-Institute präsentierten auf der sonnigen Dachterrasse in Berlin-Mitte ihre technologischen Lösungen und Entwicklungsgebiete. Gleichzeitig wollten die mehr erfahren über den Bedarf in der internationalen Tech-Gründerszene.

Ergänzt wurde das Aufeinandertreffen der Startup-Szene mit der Fraunhofer-Welt durch Beiträge von Christoph Raethke, Gründungs-Experte und Initiator der »Berlin Startup Academy«, sowie Eric Kunz vom Wagniskapitalgeber Catagonia. Sie verwiesen in ihren Impuls-Statements auf die große Chance, die Gründer haben, wenn sie auf Technologien von renommierten Forschern setzen. Christoph Raethke gab jedoch zu bedenken, dass man es durchaus mit verschiedenen Kulturen zu tun habe, deren Unterschiede man undogmatisch überbrücken müsse. (hko)

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