Am Samstag, den 2. Juni 2012, findet die diesjährige Lange Nacht der Wissenschaften statt. Von 17 Uhr bis 1 Uhr stellen dabei Wissenschaftseinrichtungen und Universitäten der Hauptstadt ihre Forschung vor. Mit von der Partie sind natürlich auch wieder die Berliner Fraunhofer-Institute. Dort können Besucher beim Ausprobieren einer Vielzahl von Exponaten in verschiedene Rollen schlüpfen. Ob Astronaut, Chirurg, Roboterbändiger oder Herr über den Straßenverkehr, was immer Sie schon einmal sein wollten, bei den Instituten werden Sie fündig.

Die sogenannte »klügste Nacht des Jahres«, die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin, reiht sich seit nunmehr elf Jahren ein in die schöne Tradition der langen Nächte. Die Museen machten es vor und Theater und Forschungseinrichtungen folgten. Wer wissen möchte, wie die nächste Generation von Computern oder Robotern aussieht oder wie daran geforscht wird, dass Autos von allein fahren können, der kann sich am 2. Juni auf eine Fraunhofer-Erlebnis-Tour begeben. Die Berliner Fraunhofer-Institute bieten einen Blick hinter die Türen von Laboren und ins Innere von Exponaten.

Sie wollten schon immer einmal auf dem Mond landen? Beim Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST können Besucher den Landeanflug auf den Mond steuern und sich dabei ansehen, wo überall eingebettete Systeme zum Einsatz kommen. Schon seit Jahren alltäglich und vor allem omnipräsent weiß kaum jemand etwas über diese unsichtbaren Helfer. Dabei sind sie in fast jedem Gerät von der Waschmaschine über das Auto bis hin zu Flugzeugen. Wie eingebettete Systeme funktionieren und was sie tun, können sich Besucher auch eindrucksvoll im Kuppelkino des Fraunhofer FIRST demonstrieren lassen. Sie wollten sich außerdem schon immer mal fühlen, wie in einer Zukunftsvision? Dann lassen Sie Roboter um die Wette laufen und treten Sie gegen andere Besucher an.

Wer sich eher einmal als Chirurg versuchen wollte, der ist beim Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM richtig. Mit einer Kamera so groß wie ein Salzkorn dürfen Besucher mit dem Endoskop einen Magen ausleuchten oder verschluckte Objekte entfernen. Außerdem werden Besucher hier mit in die heiligen Hallen einer Mikrochipfabrik genommen. Inklusive futuristischer Bekleidung. Denn hierher darf sich kein einziges Staubkorn verirren. Vor den Augen der Besucher bauen Wissenschaftler Mikrochips. Obendrein darf am IZM einer der ersten Tablet-PCs aus Holz besichtigt werden.

Autos, die sich von Zauberhand ohne Fahrer durch den Straßenverkehr bewegen? Das gibt es! Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS zeigt die sogenannte Fahrzeug-zu-X-Kommunikation, die in Zukunft unsere Straßen sicherer machen soll. Dabei kommunizieren Autos über Funk miteinander, aber auch mit der sie umgebenden Infrastruktur wie zum Beispiel Ampeln. Am Fraunhofer FOKUS können Besucher ein Modellauto in Gang setzen, dass sich dann selbsttätig und ohne mit anderen Verkehrsteilnehmern zu kollidieren, an einen bestimmten Punkt bewegt.

Rückenleiden sind das Volkswehwehchen Nummer Eins, so scheint es. Wenn es bei Ihnen auch immer mal im Kreuz zieht nach vielen Stunden am Bürotisch, dann lassen Sie sich von den Mitarbeitern des Fraunhofer-Instituts für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK untersuchen. Dort werden Besucher mittels Skeletttracking einem Ergonomie-Check am Arbeitsplatz unterzogen. Dass Wasser lebenswichtig ist, wissen wir. Dass es enorme Kräfte entwickeln kann, ebenfalls. Diese Kräfte können auch gezielt eingesetzt werden. Zum Beispiel, um Material zuzuschneiden. Und wie es sich zur Berliner Langen Nacht der Wissenschaften gehört, werden die Forscher des Fraunhofer IPK einen Bären mittels Wasserstrahl fertigen.

Für alle mit Indiana-Jones-Ambitionen gibt es beim Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT einen Grundkurs in Hieroglyphen. Der Kurs ist vor allem für Kinder gedacht, die darin unter anderem ihren Namen in Hieroglyphen schreiben und Rätsel lösen werden. Außerdem stellt das Institut einen Photobioreaktor vor, mit dem phototrophe Organismen wie Algen gewonnen werden können. Diese kommen in Kosmetik und Pharmazie zum Einsatz. Die Besucher können sich weiterhin Biodatenbanken ansehen, in denen biologische Materialien gesammelt werden.

Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP dreht sich alles um Polymere. Wie kann man Personalausweise vor Fälschungen schützen? Die Forscher hier zeigen, wie man Solarzellen selber bauen kann, stellen den Stoff her, aus dem die Schäume sind, und lassen Knete hüpfen. Besucher erfahren, wie man ohne Polymere kleben kann, und pressen selber Ihren Einkaufswagenchip aus Biokunststoff. Und für die lieben Kleinen gibt es Perlen. Sie können sich ansehen, wie Perlen im betonharten Treibsand verschwinden und wie sich Flüssigkeiten zu Perlen verwandeln. Außerdem wird mit der Forscherbrille gezaubert und mit PlayMais gebastelt.

Die 12. Lange Nacht der Wissenschaften bietet spannende Experimente, aktuelle Forschungsergebnisse und anregende Gespräche mit Expertinnen und Experten genauso wie ein spannendes Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein. Mehrere tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erwarten wieder wissenshungrige Besucher jeden Alters und gehen keiner Frage aus dem Weg. (kda)

Karte mit Auflistung der Institute Fraunhofer IAP Fraunhofer IAP Fraunhofer IBMT Fraunhofer IBMT Fraunhofer FOKUS Fraunhofer FOKUS Fraunhofer IZM Fraunhofer IZM Fraunhofer IPK Fraunhofer IPK Fraunhofer FIRST Fraunhofer FIRST Fraunhofer IUK

Keine Kommentare vorhanden

Das Kommentarfeld darf nicht leer sein
Bitte einen Namen angeben
Bitte valide E-Mail-Adresse angeben
Sicherheits-Check:
Neun + = 10
Bitte Zahl eintragen!
image description
Experte
Alle anzeigen
Thomas Bendig
  • Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie
Weitere Artikel
Alle anzeigen
Mission Tiefsee
Abgetaucht
Iron Man wird warten müssen
Veranstaltungen
Alle anzeigen
Stellenangebote
Alle anzeigen