Verlässliche KI für flexible Robotikanwendungen
Sicherheitszäune und Lichtschranken schützen Menschen in der Produktion – doch sie bremsen zugleich Flexibilität und Effizienz aus. Wie lässt sich beides vereinen? Dr. Andrea Matic-Flierl und Anna Guderitz vom Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS zeigen in ihrer Cube Class »Free the Robot«, wie ein KI-gestütztes Kamerasystem starre Barrieren durch dynamische Sicherheitsbereiche ersetzt – für sichere und zugleich wirtschaftliche Roboteranwendungen.
Roboter-gestützte Produktionsumgebungen setzen bislang auf statische Sicherheitsvorkehrungen wie Käfige und Lichtschranken. Diese schützen zuverlässig, schränken jedoch die Flexibilität der Anlagen deutlich ein. Das Fraunhofer IKS stellt mit »Free the Robot« ein KI-gestütztes Kamerasystem vor, das flexible und dynamisch anpassbare Safety Zones schafft. Die Expert*innen erläutern, wie sich diese Sicherheitsbereiche situationsabhängig konfigurieren und ohne aufwändige Umbauten an neue Produktionsanforderungen anpassen lassen. Kern der Lösung ist eine verlässliche KI, die Menschen sicher detektiert und klar von Maschinen unterscheidet.
Der Nutzen ist konkret: Weil Menschen und Maschinen präzise erkannt werden, sinken Stillstandzeiten, während Setup- und Engineering-Kosten reduziert und die Produktivität gesteigert werden. Das modulare System ist retrofit-fähig und lässt sich auf unterschiedliche Anlagen übertragen, was seine Wirtschaftlichkeit zusätzlich erhöht. Damit adressiert die Lösung eine zentrale Herausforderung moderner Fertigung – den Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Flexibilität. »Free the Robot« zeigt, dass sich innovative KI-Technologie und praxisnahe Umsetzbarkeit verbinden lassen: Sicherheit, Effizienz und Flexibilität gehen Hand in Hand und weisen den Weg zu anpassungsfähigen Produktionsumgebungen der Zukunft.
(sha)