Lydia Nagel

Durchbruch in der Hochvolt-Ladetechnologie

Elektrifizierte Lkw und Busse erfordern aufgrund ihres hohen Energiebedarfs entsprechend große Batteriekapazitäten. Diese Herausforderung konnte bislang nur begrenzt gelöst werden. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts »HV-MELA-BAT« hat das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI eine Lösung für das Megawattladen schwerer Fahrzeugklassen vorgelegt. 

Ein medizinisches Team bespricht sich in einem Schockraum rund um eine zugedeckte Person auf einer Patientenliege. Im Vordergrund steht eine Person mit gelber Warnweste und der Aufschrift „Traumaleader“.

Treat First What Kills First – wie KI hilft, Leben zu retten

Wenn ein Schwerverletzter eingeliefert wird, arbeiten bis zu zehn Spezialistinnen und Spezialisten parallel und sprechen zum Teil gleichzeitig. Studien zeigen: In rund der Hälfte aller Schockraumbehandlungen gehen wichtige Informationen verloren. Am Krankenhaus Köln-Merheim entsteht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und unter der Leitung der Deutschen Telekom ein System, das mithört, sortiert und sichtbar macht, was sonst zwischen den Stimmen verschwindet.

Sequenzen ohne Grenzen

Magnetresonanztomographie gehört zu den präzisesten bildgebenden Verfahren der modernen Medizin. Die Geräte der großen Hersteller sind technisch hochentwickelt – innerhalb ihrer eigenen, abgeschlossenen Systeme. Wer herstellerübergreifend forschen oder neue Bildgebungsverfahren in die Klinik bringen will, stößt an strukturelle Grenzen. Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS adressiert dieses Problem mit der Softwareplattform gammaSTAR und dem Projekt SpinIt. 

Cube Class: »Free the Robot«

Sicherheitszäune und Lichtschranken schützen Menschen in der Produktion – doch sie bremsen zugleich Flexibilität und Effizienz aus. Wie lässt sich beides vereinen? Dr. Andrea Matic-Flierl und Anna Guderitz vom Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS zeigen in ihrer Cube Class »Free the Robot«, wie ein KI-gestütztes Kamerasystem starre Barrieren durch dynamische Sicherheitsbereiche ersetzt – für sichere und zugleich wirtschaftliche Roboteranwendungen.  

Künstliche Intelligenz mit Radiergummi 

Gemeinsam KI-Modelle trainieren, ohne sensible Rohdaten miteinander teilen zu müssen – genau das ermöglicht Federated Learning. Doch was passiert, wenn ein Partner das Konsortium verlässt oder fehlerhafte Daten das Modell beeinflussen? Bisher bedeutete das oft: Das gesamte Modell musste ressourcenintensiv neu trainiert werden. Das Kooperationsprojekt »DeFedOblivio« vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST und Fujitsu Research präsentiert einen neuartigen Ansatz für dezentrales, gezieltes Vergessen (»Federated Unlearning«). Nach dem Auftritt auf der Hannover Messe 2026 zeigt das Framework, wie sich Datensouveränität und KI-Kollaboration in industriellen Ökosystemen künftig besser miteinander verbinden lassen. 

Weltweit erste schwimmende Entdorgungsplattform

Mit dem Start des Bundeskompetenzzentrums Munitionsbergung aus dem Meer (BK Meer) beginnt eine Generationenaufgabe für Nord- und Ostsee. Das Fraunhofer IGD bringt seine Expertise in maritimer Digitalisierung und intelligenten Technologien ein, um die Bergung von rund 1,6 Millionen Tonnen Munitionsaltlasten zu unterstützen.

Cube Class: Glasfaserausbau

Der flächendeckende Glasfaserausbau ist das Fundament der digitalen Transformation in Deutschland, doch langwierige Genehmigungen und manueller Planungsaufwand bremsen das Großprojekt oft aus. Wie sich dieser Prozess radikal beschleunigen lässt, zeigt Dr. Eva Klien vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in der aktuellen Cube Class. Am Beispiel eines langjährigen Erfolgsprojekts mit der Deutschen Telekom demonstriert die Expertin, wie automatisierte Datenanalysen den Weg in die Gigabit-Gesellschaft ebnen. Erfahren Sie, wie moderne Technologien die Infrastrukturplanung revolutionieren. 

»Autonomes Fahren ist die Zukunft … ganz sicher!« 

Autonome Züge, fahrerlose Shuttles, KI im Einsatz auf Straße und Schiene und dem Güterverkehr: Daran arbeitet die Fraunhofer Gesellschaft intensiv. Wie lassen sich komplexe Systeme sicher steuern? Und wie wird aus Innovation tatsächlich gesellschaftlicher Fortschritt? Die Fraunhofer Gesellschaft arbeitet mit ihren Instituten genau an dieser Schnittstelle zwischen technischer Machbarkeit, regulatorischen Anforderungen und realen Mobilitätsbedürfnissen: auf der Straße, der Schiene und der Autobahn