Ein großes Gebäude mit Glasscheiben und dem Schrifzug "Messe Berlin". Menschen strömen zum Eingang, der Himmel ist blau.

Fraunhofer auf der DMEA 2026: Eine Tour

Nicht nur die Sonne flutete die Messe Berlin: Vom 21. bis 23. April 2026 wurde die DMEA erneut zum zentralen Treffpunkt für Innovationen im Gesundheitswesen. Als eine der wichtigsten Messen für digitale Gesundheit bringt die DMEA Expert*innen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, um gemeinsam die Weichen für eine zukunftsfähige, technologiegestützte Gesundheitsversorgung zu stellen.

Schauen wir uns mal genauer an, was am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand los war:

Ein Mann im Anzug steht auf einer Messe neben einem gläsernen Vitrinenkasten, in dem ein medizinisches Modell eines menschlichen Körpers ausgestellt ist.

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) präsentierte den universellen 3D-Druckertreiber Cuttlefish®, der präzises Multimaterial- und Farb-Rendering ermöglicht. Diese Technologie macht den 3D-Druck realistischer als je zuvor und eröffnet neue Anwendungen, von der Prothetik bis zu medizinischen Ausbildungstools. Patient*innen profitieren beispielsweise von vollständig digital gedruckten 3D-Augenprothesen, die ihre Lebensqualität deutlich verbessern können.

(Im Bild: Dr.-Ing. Wolfgang Müller-Wittig)

Fraunhofer IGD:
CareCam medical – Berührungslose Vitaldatenerfassung 
Durch den Einsatz von Multispektralkameras erkennt die CareCam medizinisch relevante Vitalparameter wie Puls, Atmung und Herzratenvariabilität sowie Verhaltensmuster wie Unruhe, Schmerz, Stress, Bettflucht oder Delir‑Hinweise – vollständig ohne Sensoren oder körperliche Berührung. Dies erhöht die Sicherheit und Effizienz in klinischen Umgebungen, insbesondere für anfällige Patientengruppen.

Ein Monitor ist mit einem Gestell verbunden, welches mit einem Kamerasystem ausgestattet ist. Ein Griff hängt nach unten (symbolisiert Krankenbett)
Ein Bildschrim mit Datenpunkten.
An der Wand ist eine Niere in Blau dargestellt.

Fraunhofer IGD:
RenalViz Visual Analytics für chronische Nierenerkrankungen
RenalViz unterstützt Ärzt*innen bei der Analyse komplexer Patientendaten durch interaktive Visualisierungen von Laborwerten, Diagnosen und Behandlungsverläufen. Das System ermöglicht die visuelle Auswertung von Patientenkohorten, zeigt Ähnlichkeiten und Muster im Krankheitsverlauf auf und erleichtert den Vergleich medizinischer Parameter. 

(Im Bild: Markus Höhn)

Fraunhofer IGD:
RenalCare – KI-basierte Entscheidungsunterstützung
RenalCare ermöglicht die automatisierte Analyse von CT-Daten zur präoperativen Planung bei Nierentumoren. KI-basierte Verfahren extrahieren relevante Strukturen und berechnen Nephrometrie-Scores, um Therapieoptionen objektiv zu bewerten. Die Ergebnisse sind klinisch integrierbar und erleichtern die Entscheidungsfindung.

Hier ist das Nierenbild in Rot zu sehen. Dabei wieder ein Monitor mit vielen Parametern.
Es sind mehrere Monitore zu sehen, auf denen die App "SympATA" gezeigt wird

Das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme (IKS) zeigte drei Projekte im Kontext von vertrauenswürdiger KI: In der Kardiologie ermöglicht ein Modell interpretierbare Vorhersagen aus EKG-Daten. Für die Frauengesundheit wurde die App SympATA vorgestellt, die mithilfe von KI Symptome analysiert und das Gesundheitstracking unterstützt. In der Dermatologie hilft die Anwendung CONSIST Ärzt*innen mit erklärbaren KI-Diagnosen bei der Bewertung medizinischer Bilder.

(Im Bild: Bayram Ayadi)

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) präsentierte maphera®, ein dezentrales Sensornetzwerk zur mobilen und multimodalen Erfassung physiologischer Daten. Ergänzend dazu stellte das Fraunhofer IIS seine Expertise in GCP-konformen klinischen Studien sowie ein speziell für die Medizinforschung entwickeltes Studienmanagementsystem vor.

(Im Bild: Norman Pfeiffer)

Ein Mann steht vor 2 Monitoren mit den Überschriften "maphera" und "Fraunhofer IIS"
Ein Mann steht vor einem Schriftzug "Was hindert Sie daran, Ihren Versorgungsbeitrag datenbasiert zu verbessern?"


Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) entwickelt Softwaretechnologien für transparente, interoperable und souveräne Gesundheitsdatenräume.
Diese Entwicklungen schaffen eine Grundlage für patientenzentrierte Entscheidungsprozesse und ein datenbasiertes Ökosystem, das nahtlos mit bestehenden medizinischen Infrastrukturen verbunden werden kann.
Zu den aktuellen Projekten

(Im Bild: Henrik-Luca Schepoks)

(TCr)