»Autonomes Fahren ist die Zukunft … ganz sicher!« 

Autonome Züge, fahrerlose Shuttles, KI im Einsatz auf Straße und Schiene und dem Güterverkehr: Daran arbeitet die Fraunhofer Gesellschaft intensiv. Wie lassen sich komplexe Systeme sicher steuern? Und wie wird aus Innovation tatsächlich gesellschaftlicher Fortschritt? Die Fraunhofer Gesellschaft arbeitet mit ihren Instituten genau an dieser Schnittstelle zwischen technischer Machbarkeit, regulatorischen Anforderungen und realen Mobilitätsbedürfnissen: auf der Straße, der Schiene und der Autobahn 

Im InnoVisions Podcast »Nachgeforscht« erörtern Cansu Yapıcı vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft- und Organisation IAO und Dr. Gereon Weiß vom Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS, was autonomes Fahren alles ermöglichen kann und was es noch braucht, um es auf die Straßen und Schienen zu bringen. Dabei geht es um konkrete Lösungen für den Fachkräftemangel, mehr Effizienz und die Frage, wie Mobilität breiter zugänglich gemacht werden kann. 

Autonome Züge zielen vor allem darauf ab, bestehende Systeme sicherer, stabiler und effizienter zu gestalten. Autonome Shuttles hingegen eröffnen neue Möglichkeiten dort, wo Mobilität bislang unzureichend ist, wie beispielsweise im ländlichen Raum. Autonomie bedeutet nicht nur, Fahrzeuge »selbst fahren zu lassen«, sondern erfordert vertrauenswürdige, erklärbare und zertifizierbare KI-Systeme. Gerade in sicherheitskritischen Bereichen wie dem Bahnverkehr entscheidet nicht allein die technische Machbarkeit, sondern vor allem die Frage, ob Systeme nachvollziehbar und regulierbar sind. Dabei wird ein zentrales Problem deutlich: Viele Hersteller halten sich mit der breiten Umsetzung zurück, nicht zuletzt aufgrund fehlender klarer politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen. Genau hier setzt die Fraunhofer Gesellschaft an; mit Sicherheitskonzepten, methodische Grundlagen und Standards, die Orientierung schaffen. 

Im Podcast dieses Mal nicht zu Gast waren Forscher des Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI, die sich auf Automatisierung von Güterverkehr spezialisieren. (Auch im Güterverkehr zeigen sich bereits konkrete Anwendungen). In sogenannten Automatisierungszonen wie auf Werksgeländen, in Häfen oder Logistikzentren, kommen autonome Nutzfahrzeuge schon heute zum Einsatz. Technologien wie der Algorithmus »TruckTrix« oder das Leitstandsystem »helyOS« ermöglichen effiziente und sichere Abläufe. Diese kontrollierten Umgebungen fungieren als wichtige Brücke und liefern wertvolle Erkenntnisse für den späteren Einsatz im öffentlichen Verkehr. 

(lna)

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