Chiara Deckers

Luftaufnahme einer Moorlandschaft mit farbigen digitalen Messdaten, markierten Sensorpunkten und einer kleinen Kartenansicht. Die Visualisierung zeigt, wie Wasserstand und Vegetation räumlich überwacht werden können.

Wenn nasses Land zu brennen beginnt

Moore gelten eigentlich als nasse Landschaften – doch wenn sie austrocknen, können sie selbst zum Brandherd werden. Der Großbrand im Hohen Venn hat im August gezeigt, wie schwierig solche Feuer zu kontrollieren sind. Im Interview erklärt Milan Bergheim vom Fraunhofer IGD, warum niedrige Wasserstände für Moore so problematisch sind, weshalb Wiedervernässung allein nicht alle Risiken beseitigt und wie digitale Überwachung helfen kann, kritische Entwicklungen früh zu erkennen.

Illustration eines leuchtenden Quantenprozessors auf einer dunklen Leiterplatte mit zahlreichen elektronischen Verbindungen. Blaue Partikel steigen aus dem Prozessor auf.

»FullStaQD« – Europas Initiative für kollaboratives Quantencomputing

Quantencomputing verspricht, komplexe Probleme neu zu denken – doch der Weg von der Forschung in die Anwendung ist noch lang. Genau hier setzt »FullStaQD« an: ein vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördertes Projekt am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Visualisierung des Pfaff-Quartiers in Kaiserslautern. Zu sehen ist ein offener, grüner Stadtplatz mit Rasenflächen, Bäumen und Sitzgelegenheiten. Menschen halten sich im Freien auf, sitzen auf der Wiese, gehen spazieren oder fahren Fahrrad. Im Vordergrund befindet sich ein kleiner Sport- und Aufenthaltsbereich. Umgeben ist der Platz von mehrgeschossigen, modernen Wohn- und Bürogebäuden. Wege verbinden die Gebäude miteinander. Die Szene vermittelt ein lebendiges, urbanes und begrüntes Quartier mit Raum für Begegnung und Freizeit.

Ein Quartier als Labor der Zukunft 

Auf dem ehemaligen Werksgelände des Nähmaschinenherstellers Pfaff in Kaiserslautern entsteht seit 2017 eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. »EnStadt:Pfaff«: das klimaneutrale und funktional genutzte Stadtquartier in Kaiserslautern. Wohnen, Arbeiten, Forschung und medizinische Versorgung kommen hier zusammen – unterstützt durch digitale Technologien, die nachhaltiges Verhalten im Alltag erleichtern. Im Zentrum des Projekts steht eine offene Quartiersplattform, die neue Formen von Mobilität, Nachbarschaft und Ressourcennutzung ermöglicht. Die aus dem Proejekt bisher gewonnenen Erkenntnisse bündelt ein Abschlussbericht aus dem Jahr 2025, der zugleich den Blick nach vorn richtet: Welche Rolle werden Informations- und Kommunikationstechnologien bis 2029 – und darüber hinaus – für Akzeptanz, Teilhabe und Klimaschutz in der Stadt spielen?

Grafische Darstellung eines digitalen Produktpasses. Zu sehen sind übereinanderliegende, blaue Karten mit der Aufschrift „Digitaler Produktpass“, einer Produkt-ID und einem QR-Code. Die Illustration symbolisiert die digitale Identifikation und Nachverfolgbarkeit eines Produkts.

Der Digitale Produktpass

Was ab 2027 EU-weit zur regulatorischen Pflicht wird, kann schon heute als strategischer Hebel genutzt werden – für mehr Ressourceneffizienz, höhere Produktivität und neue digitale Geschäftsmodelle. Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern hat mit »Eclipse BaSyx« eine kostenfreie Open-Source-Lösung entwickelt, die Unternehmen beim Einstieg in diese Form der Digitalisierung unterstützt.