Wenn sonst nichts mehr funktioniert

Vor über einem Jahr, im Juli 2021, wurde das Ahrtal von einem heftigen Unwetter getroffen. Die Flutwelle hat damals nicht nur Häuser, Autos und Brücken zerstört, sie hat auch die Strom- und Mobilfunkmasten mit sich gerissen. Die dadurch fehlenden Kommunikationstrukturen stellten eine der größten Herausforderungen an diesen Tagen dar: Ohne Internet ist es schwer, einen Lageplan zu erstellen und so eine Übersicht über die Gesamtlage zu gewinnen. Deswegen ließen sich auch viele freiwillige und professionelle Helfer*innen kaum an den richtigen Orten einsetzen. Um derartigen Situationen in Zukunft besser entgegentreten zu können, hat das Fraunhofer Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE das Projekt »Iokik« ins Leben gerufen. Hier entwickeln die Mitarbeitenden eine Plattform, mit deren Hilfe in der Akutphase einer Katastrophe ein lokales Lagebild aufgebaut werden kann. Mehr dazu hört ihr in der neuen Folge von Fraunhofer InnoVisions: Nachgeforscht.

Die Flutwelle im Ahrtal war eine furchtbare Katastrophe. Mit dem Klimawandel steigt auch die Wahrscheinlichkeit für derartige Unwetter – auch im Ahrtal – stetig an. Um den damit einhergehenden Herausforderungen in Zukunft besser begegnen zu können, haben sich vor Ort viele verschiedene Initiativen gegründet. Eine davon wurde vom Fraunhofer Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE ins Leben gerufen. Im Projekt »Iokik« entwickeln die Mitarbeitenden eine interaktive Karte in der Cloud, in der Live-Unwetter-Ereignisse, Bedarf etc. eingetragen werden können. Außerdem platziert das Institut an verschiedenen Orten WLAN-Boxen, sodass der Zugriff auf die Karte auch im Ernstfall gesichert ist.

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Frederike Ohrem

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