IT- und Cybersicherheit

Moderner Gerichtssaal mit Richtergremium und großer Justizia-Statue im Hintergrund. Zwei Forschende präsentieren technische Unterlagen und Sicherheitsdiagramme vor Gericht, aufgenommen aus seitlicher Perspektive ohne direkte Gesichtsansichten.

Im Zweifel für die Forschung

Cybersicherheitsforschende bewegen sich oft in einem rechtlichen Graubereich – zwischen Wissenschaftsfreiheit, Datenschutz und dem Hackerparagraphen fehlen klare Leitlinien. Im Rahmen von ATHENE begegnet das Fraunhofer SIT dieser Herausforderung mit realitätsnahen Gerichtssimulationen: Echte Richterinnen, Staatsanwältinnen und Verteidiger*innen verhandeln fiktive Szenarien aus dem Forschungsalltag – und schaffen so konkrete Orientierung, decken gesetzliche Lücken auf und liefern wichtigen Input für die Gesetzgebung.

Sicher ans Ziel im Quantenzeitalter

Daten, die wir heute über das Internet verschicken, könnten in zehn Jahren zum offenen Buch werden. Angreifende speichern verschlüsselte Kommunikation bereits heute, um sie später mit Quantencomputern zu entschlüsseln. Besonders für die Automobilindustrie mit ihren langen Produktlebenszyklen ist das eine enorme Herausforderung. Das Projekt PARFAIT, vom Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC, entwickelt deshalb Lösungen, um Fahrzeuge bereits heute möglichst »quantensicher« zu machen.

Laserkommunikation im All 

Wenn Glasfaserkabel auf dem Meeresboden beschädigt werden oder Funknetze ausfallen, zeigt sich, wie verletzlich die weltweite Dateninfrastruktur ist. Europa reagiert darauf mit einem Kommunikationssystem, das weder unter der Erde noch über Funkmasten verläuft, sondern: im Weltraum. Daten sollen künftig mit Hilfe von Laserstrahlen zwischen Satelliten übertragen werden – unabhängig von terrestrischen Netzen, abhörsicher und mit deutlich höheren Übertragungsraten.  

Thumbnail mit Stock-Foto eines Frauengesichts auf blauem Hintergrund, sie hat eine Abbildung von Vernetzung über ihrem Gesicht.

KI-Gesichtserkennung 

Wer an KI denkt, dem kommen vermutlich die aktuell gebräuchlichsten Anwendungen wie ChatGPT, Midjourney oder DALL-E in den Sinn. Doch auch in weniger populären Anwendungsszenarien kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz – so etwa in der Gesichtserkennung. Wie das grundsätzlich funktioniert, was eine Gesichtsrepräsentation ist und wie der auch in diesem Anwendungsfeld bestehende KI-Bias abgeschwächt werden kann, darüber sprechen wir in der neuen Folge von »Fraunhofer Innovisions: Nachgeforscht« mit Philipp Terhörst, aktuell Forschungsgruppenleiter im Bereich „Responsible AI for Biometrics“.